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[Bücher, die es sonst nicht geben würde ...]
 

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JEAN KLEIN

Nichts als Gegenwart

Jean Kleins “I AM”
Übersetzung: Daniel Herbst

Hardcover
190 Seiten
18,90 €
ISBN 978-3-941973-12-1

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Wahrheit kann nicht gedacht, sondern nur gelebt werden.

Wahrheit, die keines Vermittlers bedarf, um bekannt zu sein, ist unvorstellbar. Das Verlangen, autonom zu sein, bewusst, ohne Agenten, hat seine Wurzeln im Bewusstsein selbst. Es ist ein Ruf aus den Tiefen Ihres Innern, aus dem, was Ihnen am nächsten ist. Es kann nicht zu einem Objekt des Verlangens gemacht werden. Sobald Sie das verstehen, wird die Energie, die das Unwirkliche aufrechterhalten hat, befreit und kehrt zum Ursprungsort zurück, dem ultimativen Selbst.
In dem Augenblick, in dem sich die Wahrheit selbst erfahrbar macht, nimmt Ihr ganzes Leben einen anderen Verlauf. Sie fühlen sich unabhängiger, Ihre Gewohnheiten, Emotionen, Gefühle und Entscheidungen werden klarer. Diese Veränderung ereignet sich ohne die leiseste Absicht vonseiten der Person.
Wir sehen klar, wie wir uns selbst für etwas halten, was wir nicht sind, und wie all unsere Handlungen und Gedanken, unsere Ideen von Erfolg und Scheitern, von wirklich und unwirklich, aus dieser falschen Seinsvorstellung entstehen. Vom neuen, unpersönlichen Standpunkt aus existiert nur das Unpersönliche wirklich.

...

Stellen Sie sich selbst die Frage „Wer bin ich?“ und beobachten Sie klar, dass der Fragende, der Denker, der Handelnde, der Leidende alles Formen sind, die im Bewusstsein von „Ich bin“, dem ewig-lebend(ig)en Hintergrund, auftauchen und verschwinden. Sie haben aus sich selbst heraus keine Wirklichkeit. Was wir die Person nennen, ist Folge eines Fehlers. Endlos erscheinen und verschwinden Gedanken, Gefühle und Handlungen und erschaffen die Illusion von Kontinuität. Die Vorstellung, eine Person zu sein, ein Ego, ist nichts anderes als ein Bild, das vom Gedächtnis zusammengehalten wird.
Kreativität ist ein Ausdruck des Ultimativen, aber wenn es ein Vergessen von sich selbst als dem Ultimativen gibt, ergibt sich Unsicherheit und Identifikation mit dem Erschaffenen. Die Welt der so-genannten Objekte ist, wie das Ego, eine Projektion. Zu denken, dass Sie dieses oder jenes sind, ist Ihre Einbildung, eine Halluzination.