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[Bücher, die es sonst nicht geben würde ...]
 

SRI NISARGADATTA MAHARAJ

Das Wissen, das Sie sind, ist Gott.
Ehren Sie das, dann werden Sie eines Tages realisieren,
dass Sie kein Individuum sind.
Sie werden erkennen, dass Sie das universelle Bewusstsein sind,
das nicht leiden kann;
für dieses Bewusstsein gibt es keinen Schmerz und kein Vergnügen.
Zu dieser Kenntnis werden Sie nicht durch den Intellekt,
sondern durch ernsthafte Meditation kommen. 

Die Meditation wird durch das Bewusstsein selbst getan.

(aus “Bevor ich war, bin ich”)

Masterpiece-6cm

DIE ULTIMATIVE MEDIZIN
(The ultimate medicine
Übersetzung Daniel Herbst)
Edition Masterpiece

ISBN 978-3-941973-16-9
204 Seiten
Hardcover
€ 19,90

lieferbar

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bevor-ich-war-6

BEVOR ICH WAR, BIN ICH
(Prior to consciousness
Übersetzung Daniel Herbst)

ISBN 978-3-941973-03-9
220 Seiten
Hardcover
€ 20,90

lieferbar

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Nektar6

Der Nektar der Unsterblichkeit
(The nectar of immortality)
Übersetzung Daniel Herbst)

ISBN 978-3-941973-11-4
250 Seiten
Hardcover
€ 20,90

lieferbar

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DIE ULTIMATIVE MEDIZIN

Strahlend klar - Rezension in SPUREN Schweiz, Frühjahr 2010

Mit seinem Buch "Ich bin" wurde der große indische Weise Nisargadatta Maharaj zum Stern. Strahlend, klar, unmissverständlich schön seine Botschaft: Ich bin nicht der Körper. Ich bin nicht der Verstand. Ich bin das immerwährende, zeitlose, raumlose Prinzip, das dem Körper Empfindungsfähigkeit verleiht.
Auch "die ultimative Medizin" versammelt Gespräche zwischen dem Meister und Suchenden, in denen sich alles nur um dieses eine "Das" dreht. Doch jetzt - es ist 1980, das Jahr, bevor die Lebenskraft seinen Körper verlässt - ist Nisargadatta noch radikaler, da ihn ein Kehlkopfkrebs zwingt, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Er stichelt: Was versprechen Sie sich davon, Spiritualität zu praktizieren? Er peitscht: Forschen Sie nur über Ihr eigenes Selbst! Wenden Sie sich nur Ihrem Bewusstsein zu! Weilen Sie darin! Alles andere ist Zeitvertreib!
Dieses erste Buch eines kleinen und feinen Verlags ist beste Medizin - geeignet für Menschen, die es wirklich wissen wollen.

Die meisten der hier wiedergegebenen Diskurse wurden im letzten Jahr vor Sri Nisargadatta Maharajs Tod (1981) gehalten und können deshalb als die endgültigen Lehren in mehr als einem Wortsinn angesehen werden. (Robert Powell, Herausgeber der Originalausgabe “The ultimate medicine”)

NISARGADATTA: Menschen, die nur Wissen wollen ... ich liebe solche Menschen in Wirklichkeit mehr als meine eigenen Verwandten. Menschen die die Selbsterkenntnis wertschätzen, sind mir lieber als meine eigenen Kinder.

Aus dem Vorwort von Daniel Herbst zur Ultimativen Medizin - Edition Masterpiece

Alle Nisargadatta-Übersetzungen kranken daran, dass sie sich nicht flüssig lesen lassen. Teilweise ergeben sich fürchterliche Wort- und Satzkonstruktionen. Dieses elendige „I-am-ness“ zum Beispiel: Es wurde so nie von Nisargadatta geäußert. „Ichheit“, „Ich-bin-Sein“, „Ich-Sein“, „Ichsein“, „Ich-Bewusstsein“ – das alles klingt ziemlich konstruiert. Dabei soll immer nur auf das reine Seinsempfinden, das als Anwesenheit gespürt wird, hingewiesen werden. So einfach ist das! Worte können nichts anderes als Hinweise auf etwas sein, das in den Worten selbst nicht zu finden ist. Kein Wort enthüllt seinen Sinn, wenn man sich an ihm festhalten will und es wie etwas in Stein gemeisseltes versteht. Und so geht es immer um den Wortzusammenhang, um den Kontext und letzten Endes natürlich um die Athmosphäre, in der etwas gesagt wird.
Ich habe mit „The Ultimate Medicine“ dem „amerikanischen Original“ Tausende von Stunden zugebracht. Zunächst in den frühen 90ern, als sie meine Bibel war. Damals habe ich sie mehrere Jahre lang gelesen, immer wieder und dabei jedes Mal zum ersten Mal und dann habe ich sie schließlich eine halbe Ewigkeit später übersetzt und damit gleichzeitig den Noumenon-Verlag begründet.
Bei meiner ersten Übersetzung ging es mir darum, Nisargadatta so unverfälscht wie möglich „rüberzubringen“. Was mir da (noch) nicht ganz klar zu sein schien, war, dass die von Robert Powell und Jean Dunn herausgegebenen amerikanischen Werke nicht als Originale betrachtet werden können und dürfen. Und so hielt ich mich viel zu stark an Robert Powells Wort- und Satzkonstruktionen und trug damit ungewollt zur Unlesbarkeit von Nisargadattas Werk bei.
Obwohl das, was Nisargadatta zeitlebens transpiriert hat, aufgrund seiner unübertroffenen Klarheit nicht zerstört werden kann, kann es doch verkompliziert werden. Das könnte dazu beitragen, den nicht vollkommen mit Nisargadatta vertrauten Geist unnötig zu verwirren.
Damit „Die Ultimative Medizin“ ihre Arbeit tun kann, geht sie in der deutschen Neuauflage einen anderen Weg – hier steht der Sinn-zusammenhang vor dem einzelnen Wort. Ich habe dieses Juwel von Grund auf überarbeitet und so in Form gebracht, dass das, was Nisargadattas Worten zugrunde liegt, vollkommen klar und deutlich zutage treten kann. Es ist ein Masterpiece – meine Abschlussarbeit, was Nisargadatta anbetrifft. Ein ewiger Dank.

Daniel Herbst, Juli 2013

 

BEVOR ICH WAR, BIN ICH

Aus dem Vorwort zur deutschen Erstausgabe von Daniel Herbst

„Prior to consciousness“, heißt das Buch im Original; wörtlich übersetzt also „Vor dem Bewusstsein“ und nicht „Bevor ich war, bin ich“. Soll das Buch durch diese Titelwahl über das Standardwerk von Maharaj „I am that“, das auf Deutsch einfach nur „Ich bin“ heißt, gestellt werden oder an der Popularität des Titels teilhaben? Mit beidem bin ich einverstanden, auch wenn es darum nicht geht.
Das von der Amerikanerin Jean Dunn zusammengestellte und herausgegebene Buch, ist meinem Empfinden nach das klarste und deutlichste Buch, dass es von Nisargadatta Maharaj gibt. Die „Bibel“ auf meinem eigenen Weg hieß „Die ultimative Medizin“. Ich las sie immer wieder – von vorne bis hinten, Wort für Wort, Buchstabe für Buchstabe. Einmal, zehnmal, fünfzigmal – immer wieder. Es ist mir nicht möglich, auszudrücken, wovon die starke Faszination und Wirkung ausging. Nur eines war mir immer klar: Dieses Buch legt mir alles zu Füßen.
Und dann, viele Jahre später, nicht mehr suchend, sondern mich an der Brillianz und Klarheit Maharajs erfreuend, fiel mir „Prior to consciousness“ in die Hände. Und irgendwie schloss sich für mich mit diesem Buch der „Maharaj-Kreis“ – und damit mein eigener. Das ist der wahre Grund für den Titel – „Bevor ich war, bin ich“. Oder wie Nisargadatta es auf einer der folgenden Seiten formuliert: „Sie haben auch vor Christus existiert – das müssen Sie verstehen. Das Eine, das das Bewusstsein bezeugt, weiß, dass das Bewusstsein nicht da war.“
An einer anderen Stelle zitiert ein Besucher Jesus: „Bevor Abraham war, bin ich“ und Maharaj antwortet: „Ah-h-h, das ist es! Das weiß ich.“ Vielleicht schlägt er dabei mir der flachen Hand auf den Boden, vielleicht klatscht er dabei erregt in die Hände, in jedem Fall WEISS er aus eigener unmittelbarer Erfahrung, dass diese Worte die vollkommene Wahrheit repräsentieren. Das ist es!
...
Nisargadatta ist als phänomenale Erscheinung und als Ausdruck nicht Anfang der 1970er Jahre, als „I am that“ publiziert wurde, stehen geblieben, auch wenn die Essenz seiner Lehre unveränderlich ist. Sein Kehlkopfkrebs zwang ihn Anfang der 1980er Jahre und somit kurz vor seinem Tod, noch deutlicher zu betonen, dass das Bewusstsein Ursache aller Erfahrungen ist und damit den Kern und Ausgangspunkt aller Illusionen bildet. Auch wenn das von Identifikationen befreite „reine Bewusstsein“ Quelle von sat-chit-ananda (Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit) ist, liegt der wahre und ewige Frieden jenseits des Bewusstseins. Das erkennend, lässt es sich befreit in jeder Form und im wahrsten Sinne des Wortes – als jeder – leben.
Nisargadatta ließ in seinen beiden letzten Lebensjahren auch deshalb keine persönlichen Fragen mehr zu, weil er auf der tiefmöglichen Ebene erkannt und eingesehen hatte, dass es auf der Ebene der Person keine Erlösung, sondern nur kurzfristige Linderung geben kann. Er sagte: „Meine wahre Anwesenheit ist die Abwesenheit des Phänomens, das Sie sehen.“ Darauf weist der Titel dieses Buches unmissverständlich hin: „Bevor ich war, bin ich.“

Es ist ein Buch für die wenigen, die aufgehört haben, sich in die Form der Erlösung zu träumen.

 

 

DER NEKTAR DER UNSTERBLICHKEIT

NISARGADATTA:
Es gibt keinen Handelnden,
es gibt keinen Schöpfer
der offenbaren Welt und des Universums.
Es gibt keinen Genießenden,
alles geschieht von selbst.

Aus dem Vorwort von Daniel Herbst:

Heute würde ich so weit gehen und behaupten, dass Nisargadatta überhaupt nur von „Erwachten“ gehört werden kann. Und wer ist diesem Sinne nach ein „Erwachter“? Jemand, dem sich das, was Nisargadatta sagt, ganz unmittelbar und ohne jede weitere Frage erschließt. Denn wirklich, was Nisargadatta sagt, ist an Einfachheit und Offensichtlichkeit nicht zu überbieten. Deshalb lässt es sich weder glauben noch denken, aber ein-sehen und wieder-finden.
Aufgrund der Tiefe der Einsicht strahlen seine Worte eine so große Kraft aus. Darum wirken sie auch auf diejenigen anziehend, die nicht unmittelbar verstehen aber intuitiv erahnen, dass sie hier etwas Essentielles darüber erfahren, was ihrer Verkörperung vorausgeht.
Das „Wahre“ wirkt in jedem Fall, weil es früher oder später zu sich selbst vordringt und sich damit selbst durchdringt. Bis dahin erduldet es, was kaum zu ertragen ist – alles! – also das, was sich uns als Leben zeigt: Dualität. Dabei ist das, was der lebendigen Erfahrung zugrunde liegt, fraglos (und) ohne Alternative.
Ich bin glücklich, mit „Der Nektar der Unsterblichkeit“ ein drittes Buch von Nisargadatta in deutscher Sprache vorzulegen. Dieser Nektar ist es, der sich nur durch die Form der Verkleidung verströmen und zu erkennen geben kann.

Nisargadatta:
Alles, was im Raum gesehen und wahrgenommen wird, ist eine Schöpfung des Bewusstseins und davon durchtränkt. Die gesamte erschaffene Welt der Form wird schließlich in den Raum übergehen. Vom körperlichen Standpunkt aus erscheinen alle Formen als getrennte Wesen. Aber auf der Ebene des Bewusstseins sind sie die Bewusstseins-Offenbarung und nicht voneinander getrennt.