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[Bücher, die es sonst nicht geben würde ...]
 

RAMESH BALSEKAR

Balsekar-Zen-und-Tao-6
Ramesh-6

 

Wo nichts ist,
kann auch nichts fehlen

Hardcover
250 Seiten
18,90 €
ISBN 978-3941973220

lieferbar

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Zen und Tao
im Licht von Advaita

Hardcover
190 Seiten
18,90 €
ISBN 978-3941973282

ab Ende November 2016 lieferbar

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Erfrischend direkt und mit der heiteren Gelassenheit des wahren Weisen hält Ramesh Balsekar allen übereifrigen Erleuchtungssuchern den Spiegel vor. Stundenlang auf dem Meditationskissen zu sitzen ist keine Garantie für erweitertes Bewusstsein! Wer dagegen zu spontanem Handeln findet und unverkrampft dem Leben seinen Lauf lässt, der wird empfänglich für das Ganze des Universums und für echte Erfüllung.
Dieses Buch zeigt, wie das Bewusstsein völlig mühelos auf allem, was gerade geschieht, zu ruhen vermag. Ob der Alltag Freuden oder Probleme bringt – in der Gegenwart der Wahrheit fühlt sich jeder Mensch gelöst und in Frieden.

Zen und Tao im Licht von Advaita

Es ist eine merkwürdige Tatsache des Lebens, dass die Quelle / Gott gesucht wird, obwohl die Quelle alles ist, was ist – überall. Das kann nur allzu leicht übersehen werden, wenn man einer spirituellen / religiösen Tradition folgt. Doch wenn der Lehrer die Lehre verkörpert, dann kommt das Tradierte im Augenblick zu sich und wird damit zur lebendigen Wirklichkeit, die keine dogmatischen Einflüsterungen kennt. Ein Lehrer, der in dieser – und als diese – Verwirklichung lebt, ist sich selbst als Sprecher los. Daher hat er alle Freiheit, sich vollkommen frei und unmittelbar auszudrücken. Der wahre Meister lässt die Verwirklichung für sich selbst sprechen: Das hat Buddha ebenso getan, wie Huang Po, Lao Tzu oder Ramesh Balsekar. Ob als Zen, Tao oder Advaita – in diesem Buch äußert sich das Erkennen, das nirgendwo etwas anderes als sich selbst verwirklicht.

Wenn die natürliche Spontanität verloren ist, taucht das Konzept von Güte auf; wenn Güte verloren ist, taucht das Konzept von Moralität auf, wenn Moralität verloren ist, kommt es zu Ritualen und damit beginnt das Chaos.  

 

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Wo nichts ist, kann auch nichts fehlen ...

RAMESH: Das persönliche Wollen und das persönliche Bemühen – das ist eine sehr heikle Angelegenheit und besonders schwer zu verstehen. Aber es ist äußerst wichtig, dass ihr es nicht nur intellektuell versteht, sondern tief in euch aufnehmt. Die Verwirrung entsteht dadurch, dass die Lehren so vieler Meister widersprüchlich sind: Sie sagen, im Grunde sei alles Bestimmung, aber an irgendeiner Stelle bringen sie dann doch wieder den freien Willen ins Spiel. Christus sagte, dass ohne Gottes Willen kein Sperling auf die Erde fällt und dass alle Haare auf dem Kopf gezählt sind. Im Koran wird unmissverständlich gesagt, dass alles Wissen und alle Macht bei Gott liegen und dass er recht leitet, wen er will, und auf Abwege führt, wen er will. Aber hier wie dort wird der Mensch zum rechten Bemühen ermahnt, und hier wie dort wird die Sünde verdammt. Es ist aber nur ein scheinbarer Widerspruch, der sich leicht aufklären lässt, wenn man den Gesichtspunkt der spirituellen Evolution im Auge behält. Die Scheinhaftigkeit des Individuums und seines sogenannten Bemühens ist jedem sofort klar, der unmittelbar vor der Erleuchtung steht, aber andere, die noch nicht so weit sind, freunden sich leicht mit entschlossenem Bemühen, Konzentration und dergleichen an. Wer noch auf dieser Stufe steht und an persönliches Bemühen glaubt, kann irgendwann ebenfalls erkennen, dass alles Bemühen eigentlich ein Bemühen des Ganzen ist und nichts mit einem eingebildeten Individuum zu tun hat, das irgendetwas zu tun glaubt.
Solange jemand an sein persönliches Bemühen glaubt und damit etwas erreichen möchte, verneint er eigentlich die Allmacht des Allmächtigen. Und wer etwas vom Allmächtigen möchte, denkt offenbar nicht an das »Dein Wille geschehe.«
Wahre Gottesliebe ergibt sich Ihm (Gott) und will nichts, nicht einmal Erlösung.