Der globale geistige Fallout

Der globale geistige Fallout

Der globale geistige Fallout - Daniel Herbst

Vom Nichtgelingen der Welt, die sich – ohne davon zu wissen – gegen das Leben verschworen hat.

Die Art des „Denkens“, die uns vom Staat verordnet wird, tötet alles Lebendige ab. Auch in uns …

Es ist unmöglich, in Sicherheit zu bringen, was nicht in Sicherheit zu bringen ist. Weil das Leben selbst die eine und einzige Sicherheit ist, die keiner weiteren Sicherheit bedarf. Allein die Nichtverwirklichung dieser Tatsache macht Angst. Und diese Angst wird unaufhörlich geschürt, um Dich noch leichter steuerbar zu machen als Du es ohnehin schon bist!

Wir sind uns selbst weggenommen. Und leben wie von uns selbst Enteignete. Die sich selbst und die Welt allein deshalb in Besitz nehmen wollen. Und eben diese Inbesitznahme lässt das Leben nicht zu. Das ist es, was sich in Dir als Schmerz vernimmt, „seit Du bist“. – Zu diesem Schmerz ist es aufgrund der Nichtverbindung zu Dir selbst als lebendiger Wirklichkeit gekommen. Dieser Schmerz ist es, den wir immer wieder zu übertünchen versuchen. Was uns nicht gelingt. Und niemals gelingen wird. Allein deshalb versuchen wir, unser Wohl im Materiellen und in der Eroberung des äußeren Raumes zu finden. Allein deshalb zeigen wir uns anders als wir sind. Weil wir anderenfalls kapitulieren müssten. Jetzt. Vor uns selbst. Vor den unhaltbaren Vorstellungen und Ansprüchen, die wir dem Leben gegenüber haben, das wir allein aus diesem Grund auf immer absurdere Weisen an uns zu reißen versuchen.

Wir begehen schwerste Verbrechen gegen die uns eigentliche Natur, lassen Schweine und Kühe in Konzentrationslagern in die Hölle hinein gebären, um das Geborene für das in ihm gesehene Produkt auf eine Weise zu demütigen und zu missachten, die sich unseren Blicken entzieht. Weil wir sonst nicht in dieser Hemmungslosigkeit zum Leid des sich selbst empfindenden Lebens beitragen könnten. Und plötzlich sind wir selbst nicht mehr sehr viel mehr als Biomasse, über die von Regierungen nach Gutsherrenart verfügt wird. Zu unserem Besten.

Die Böden verseucht, d. h. nach dem Verständnis derer, die kein Verständnis haben, „kultiviert“, die Tiere in ihrer ureigentlichen Natur zutiefst entrechtet und auf bösartigste Weise gedemütigt – und jetzt sind wir dran. Und das alles wird vom Staat maximal gefördert. Allein die deutsche Fleischwirtschaft wird mit 13.000.000.000 € jährlich subventioniert. Das entspricht ca. 160,- € je Bundesbürger. Da wir selbst in die Unfreiheit dieses Denkens hinein geboren sind, zahlen wir stillschweigend für Verbrechen wie diese. Indem wir uns diesem Tun gegenüber fühllos stellen und es damit vor uns selbst verheimlichen …

Dieser Unfreiheit versuchen wir durch die Kultivierung einer Person zu entkommen, die sich uns wie eine Freiheit darstellt. Endlich so sein, wie ich sein will … Die Freiheit der Person liegt im Erreichen der Vorstellungen, die sie von sich hat, weil sich nur ein von sich selbst Verlassener mit sich als veräußerlichter Darstellung verwechseln kann. Und glaubt, auf diese Weise alles erreichen zu können. Eben weil er sich nicht mehr spürt und damit niemand ist, der bei sich ist! Wenn Dir erst das Gefühl für Dich selbst abhanden gekommen und damit Dein Gewissen genommen worden ist, bist Du frei auf allen Ebenen gegen das Leben zu verstoßen. Auf diese Weise wird die Nichtwahrnehmung des eigenen Lebendigseins zur vielversprechenden Option.

Wir haben uns daran gewöhnt, uns die Welt erklären zu lassen, statt selbst lebendig zu sein und dieses Leben selbst zu entdecken. Und Teil dieser Erklärung ist es, dass wir uns vor dem Leben in Sicherheit bringen müssen. Alles, bloß nicht tief fühlen. Alles, bloß nicht hilflos sein. Alles, nur nicht spüren, dass wir das Leben nicht unter Kontrolle haben. Und es auch nicht unter Kontrolle bringen können. Weil sich das Leben nicht kontrollieren lässt. Weil es lieber abstirbt, als sich einem wahnsinnigen Diktat zu beugen. Weil es dann erodiert und unfruchtbar wird. Und das alles lässt uns völlig ungerührt. Solange wir eigene Ziele verfolgen, berührt uns das alles nicht. Uns als kultivierte, „aufgeklärte“ Bürger. Die wir nach Auffassung des Staates zu sein haben. Die Herangehensweise des Staates und der von ihm beschützten Konzerne ist dabei immer dieselbe: Noch mehr Daten, noch mehr sinnlose Studien und Analysen und damit noch mehr Dünger, noch mehr impfen, noch mehr produzieren, noch mehr Kontrolle, noch mehr Krieg. Und das alles nur, um die innere Leere zu übertünchen. So lässt sich einfach immer weiter sinnlos reden. Damit alles so bleiben kann wie es ist. Und dabei doch so aussieht als wären wir alle betroffen. Was wir sind! Weil uns dieses Leben betrifft. Weil wir nichts anderes als dieses Leben sind. Weil wir eins mit dem Leben sind. Egal, ob wir das wissen oder nicht.

Wir reden über Frieden und Wohlstand als wären es Zustände, die sich herbeireden lassen. Doch die Idee braucht den Teig und den Ofen, um zu Brot zu werden. Anne Will, Markus Lanz, Frank Plasberg sind der Ersatz für den Teig und den Ofen. Sie sind der Ersatz für die wahre Handlung. Schwerste Narkotika für das „aufgeklärte Volk“, das sich eben nur deshalb für aufgeklärt halten kann, weil es Lippenbekenntnisse mit Handlungen verwechselt und damit weiterhin so tut als wäre das Covid-19 Virus an unseren Maßnahmen gegen das Virus schuld. Dabei zeigt uns der Umgang mit der Pandemie nur, dass wir den Kontakt zu uns selbst und zum Leben so gut wie vollständig verloren haben. – Wir? Nein. Hier kann es kein „wir“ mehr geben. Weil es hierbei allein um Dich geht. Und damit um mich. Um mich als individuelles Erleben, das sich selbst wahrnimmt. Was mir das alleinige Recht an mir zurückgibt! Und dieses Recht kann mir nicht gegeben werden. Weil ich es bin. Ich bin das Recht an mir selbst und damit eins mit mir als Gewissen. Was nichts anderes heißt als: Ich empfange mich ganz unmittelbar und bin in Übereinstimmung damit.

Monokultur ist die Seuche eines Geistes, der sich selbst nicht mehr in Frage stellen kann, weil er glaubt es besser als das Leben selbst zu wissen. Im Falle der Tiere heißt das, abgeschirmt von jeglicher Anwesenheit vollkommen entrechtet im Dreck angebunden zu sein. Im Falle des Menschen heißt es, gut versorgt und bestes unterhalten vom Leben abgelenkt zu werden. Von einem solchen Geist sind wir befallen und gefangen genommen. Gegen unseren Willen. Von dem wir nichts mehr „wissen“.

Der Wille des Lebens ist der einzige Wille, der mich bestimmen darf.

Es ist der Wille, der sich mir auf allen Ebenen zugänglich macht, wenn ich bereit bin, mich ganz auf mich als dieses Leben einzulassen. Fressen, Habenwollen, Horten und dabei endlos viel Angst haben – das ist die Religion der „neuen Zeit“ – und den Preis dafür bezahlen wir. Dieser Wahnsinn kostet uns Tag für Tag ein in Dankbarkeit empfangenes Leben.

Bewusst sein. Unbewusst sein. Das Sein kennt zwei Zustände. Einen, den es nicht kennt und einen, der ihm erscheint. Es ist sich seiner bewusst oder nicht bewusst. Aber in jedem Fall ist es. Weil es das ist, was „sein“ ist. Sein! Allein aus diesem Grund braucht sich Gott als Mensch. Um zu sich zu kommen und zu verwirklichen, dass nichts außer dieser Existenz ist. – „Und ‚er‘ sah, dass es gut war“. Nein, so war es nicht. Und so ist es nicht. Gott sieht nicht. Nicht durch diesen Menschen! Weil dieser Mensch alles andere als das Wahre sieht. Und allein deshalb das Schlechte bewirkt! Gott sah bisher gar nichts, außer sich selbst in der Form eines sich in sich selbst irrenden Menschen. Der aus dem Paradies einen von allen guten Geistern verlassenen Ort der Missachtung des Heiligen Lebens gemacht hat und gerade wieder einmal dabei ist, seinen Wahn über das Leben zu stellen. Damit kann dieser Mensch nicht verwirklichen, dass er eins mit sich als Quelle ist! Was Gott im gedanklichen Jenseits seinen einzigen Zufluchtsort finden lässt!

Sprachlose Schönheit. In sich selbst gebettet. Von sich selbst umgeben.

Foto: Ben Hollenbach

Dabei kennt die Göttliche Liebe keine Polarität, selbst wenn sie als Polarität erscheint. Aber was nützt es, von dieser Nichtpolarität zu sprechen, wenn sich der Einzelne nicht einmal wagt, sich selbst als Polarität wahrzunehmen? Da sind wir beim Höhlengleichnis. Ich kann nicht zu mir als Geist aufsteigen, wenn ich angekettet Schatten zu lesen versuche und mir diese Schattenwelt zur einzigen Wirklichkeit geworden ist. Damit erkenne ich nicht, dass ich an Vorstellungen gebunden bin, unter denen ich leide. Diese Vorstellungen führen in eine Wirklichkeit, die es nicht gibt. Und die erst aufgrund meiner Unwissenheit – von der ich nichts weiß! – zu meiner Realität und einzigen Wirklichkeit werden kann.

Hier auch noch „einen Gott“ einzuführen, führt zu nichts. Außer in die Kirche. Das kann nicht der Weg sein. Dieser Weg lässt sich nicht spüren. – Nein, es geht mitten hindurch. Durch Dich als unbewusst angenommenes Glaubensbekenntnis und damit durch Dich als Person. Der Glaube an Dich in vorgestellter Form ist es, der verbrennen muss. Und dafür bedarf es einer Erschütterung, die es Dir nicht mehr gestattet, Dich wieder auf altbekannte und damit überaus bequeme, wenn auch sehr schmerzhafte Weise zusammenzusetzen.

„Gott ist alles, was ist.“ Diese Aussage ergibt schlicht keinen Sinn. Weil Gott ohne Dich nicht ist und nicht sein kann, obwohl nichts als Gott ist. Der aber empfangen sein will. „Dein Wille geschehe!“ Insofern bist Du die Mutter Gottes. Weil Gott ohne empfangende Menschen Kirche ist – und bleibt. Eine haltlose Vorstellung. Die sich nicht erreichen lässt. Und sonst nichts. Das hat die Idee von Gott für die Patriarchen so interessant gemacht. Die aus „ihm“ ein Werkzeug gegen die Verwirklichung der Liebe und damit gegen den Menschen und das lebendige Leben gemacht haben …

Einzig die Gottverwirklichung führt zum Erwachen ins Göttliche hinein und nicht die Frage, ob es das Göttliche gibt oder nicht. – Denn die Frage ist immer: Für wen?! – Natürlich gibt es trotzdem nichts als Liebe. Aber was nutzt eine Liebe, die sich nicht erkennt und damit zu einem Lippenbekenntnis verkommt? Zu einem: „Was Gott zusammengeführt hat, das soll der Mensch nicht trennen.“ Nichts. Die sich selbst nicht erkennende und dabei verwirklichende Liebe ist ebenso wenig Liebe, wie ein Same Baum ist. Der Same braucht den Boden, der ihn empfängt, der ihn in sich bettet und damit ganz in sich hinein finden lässt. Als Ausdruck! Das entspricht dem Prinzip der Liebe!

Die Illusion hat ihren Preis. Sie kostet Dich das wahre Leben.

Alles hat seinen Preis. Alles. Eine illusionäre Wirklichkeit lässt sich nur auf Kosten dieser illusionären Wirklichkeit erkennen. Und dennoch können Illusionen Wirklichkeiten hervorbringen. Das dürfen wir gerade in so großer Deutlichkeit bezeugen. Insofern ist es mir an diesem Punkt wichtig, nicht die Bodenhaftung zu verlieren und ins Göttliche zu entschwinden. – Wer Gott verwirklicht hat, bedarf meiner Worte nicht. Und wer das Göttliche ahnt und verwirklichen will, braucht mehr als schöne und erhebende Worte. Die Gottverwirklichung ist nicht gemütlich. Es gibt eben keinen Erntedank, wenn die Ernte geschändet ist. Gott liegt also auch in der Handlung! Und dafür muss ich anwesend sein. Und mir darüber klar werden, dass das meine Hände und damit Gottes Hände sind!

Von sich selbst übersehen zu sein, das ist es, was uns so klein macht. Solange wir uns selbst übersehen, werden wir das lebendige Leben „übersehen“ und alles über uns glauben, was uns eingetrichtert worden ist. Solange Du Dich übersiehst, überfühlst, überhörst und damit nicht direkt wahrnimmst, musst Du immer wieder dem Wahnsinn anheimfallen, mit dem Du Dich zu kollaborieren gezwungen fühlst, schlicht weil Du in dieser Welt überleben möchtest. Und das macht deutlich, worum es hier geht. Man schneidet Dich von Anfang an von den natürlichen Ressourcen ab, damit Du tust, was man Dir sagt. Mit anderen Worten: Du wirst daran gehindert, Dich selbst zu entdecken, um Dir selbst gemäß zu sein. Dabei hast Du ein Recht an Dir selbst oder anders gesagt: Niemand hat ein Recht an Dir. Niemand hat das Recht, Dich zu einem Werkzeug für Dir fremde Absichten zu machen. Niemandem ist es gestattet, Dich zum Objekt zu machen. Damit kommst Du zu Dir als Gefühl, zu Dir als lebendigem Impuls, der sich durch diesen Körper im Geist verwirklicht. Als das Heilige Leben. Und damit als das Leben-an-sich.

Wir sind so klein und damit willkürlich steuerbar, weil wir uns in dieser Kleinheit antrainiert worden sind. Und das nur, um uns und der Welt das Gegenteil zu beweisen. Angst ist es, die uns treibt. Die uns zum Handeln treibt. Weswegen jetzt die letzten geistigen Reserven darauf verwendet werden, uns unter die Kontrolle eben dieses Geistes zu bringen! Eines Geistes, der dem Leben nicht vertraut! Und damit aus Dir macht, was Du nicht bist. Einen geistigen Clown. Der blind um sich schlägt, weil er die Dämonen nicht lokalisieren kann.

An der Oberfläche leben wir als professionalisierte Menschen, als Macher, die eigene Pläne und das Leben fest im Griff haben. Was nichts als eine Lüge ist. Wir haben Angst, fühlen uns unbedeutend und klein und versuchen uns und anderen vorzumachen, dass es anders wäre. Wir verkaufen uns, stellen uns selbst dar, bereiten uns auf alles vor, um zu bestehen, um ein gutes Bild abzugeben, um es uns selbst und allen anderen zu beweisen. – Aber wer tut so etwas? Wer fühlt sich gezwungen, sich auf diese Weise darzustellen? Jemand, der sich nicht kennt. Jemand, der keine Ahnung davon hat, dass er wirklich ist, dass er selbst tatsächlich anwesend ist. Weswegen er eben nicht anwesend ist. Oder nur als Schatten seiner selbst!

Schatten beweisen sich ihre Größe indirekt. Weil sie getrennt von ihrer Quelle leben. Im Schatten der Angst. Als Person. Die ihre eigenen Vorstellungen und Träume hat und haben muss, solange sie sich in dieser unglaublich beengten und beengenden Form glaubt! Solange sie nicht über sich als diesen Glauben hinausfindet. Der ein angenommener, ein oktroyierter, ein gesellschaftskonformer Glaube ist. Ein Glaubensbekenntnis, dass Dich entmächtigt und Dich Dir selbst gegenüber in einer ewigen Trance hält. Wofür Du mit Gütern und gesellschaftlicher Teilhabe belohnt wirst. – „Mit dem Impfpass zurück in die Freiheit!“ – Selten war dieser Glaube deutlicher sichtbar als heute. Und nie wurde dieser Glaube so sehr bestätigt, wie heute. Damit sind wir wieder bei den Schafen und den guten Hirten. Weil diese Hirten nur sein können, solange Du ihr Schaf spielst. Weil die Schafe, die sich als Hirten verkleiden, nur solange Macht über Dich haben, wie Du ihren Erzählungen über Dich glaubst. Und Dich weiterhin von ihnen kultivieren lässt, damit sie weiterhin ihr toternstes Spiel mit Dir treiben können.

Wir beten die Angst vor dem Leben an und halten das für „vernünftig“.

Wie kann es sein, dass wir in einer Welt leben, die Angst vor dem Leben hat? Die sich gegen das Leben abschirmt, es erniedrigt, nicht erkennt und damit sich selbst gegenüber in einer dauerhaften Entwürdigung lebt? Wir haben Angst vor der Zukunft, weil wir unsere Zukunft sind! Wir sind die Zukunft, die es nicht gibt, wenn wir uns weiterhin diesem toten Geist unterstellen, der in der Welt etwas Objektives, und damit etwas Berechenbares und zu Beherrschendes sieht. Dieser Geist ist es, der unterdessen Dich berechnet! Du bist eine statistische Zahl, eine Einheit mit einem Verkehrswert. Und dieser Verkehrswert richtet sich danach, ob Du Dich in den Dienst derer stellst, die die Manipulation auf die Spitze getrieben haben, indem sie Dir Sicherheit vorgaukeln und Dir dafür immer mehr Angst machen! – Versuche Dich für einen Augenblick von diesem Wahnsinn zu entkoppeln. Erlaube Dir, Dich zu spüren. Und erlaube Dir vor allen Dingen, das Leben ganz unmittelbar und auf überaus einfache Weise zu spüren. Als Baum. Als sein Grün. Als die Vögel in seinen Zweigen. Was für eine Freude! – Und das alles kannst Du ganz unmittelbar am eigenen Leib spüren, weil Du Dich immer noch im Resonanzfeld der Dir eigentlichen Vitalität befindest.

Darum: Es geht um Dich und damit mitten hindurch. Durch Dich als unbewusst angenommenes Glaubensbekenntnis und damit durch Dich als Person. Der Glaube an Dich ist es, der verbrennen muss. Dafür bedarf es einer Erschütterung, die es Dir nicht mehr gestattet, Dich wieder auf altbekannte und damit überaus bequeme, wenn auch sehr schmerzhafte Weise zusammenzusetzen.

Macht euch die Welt untertan? – Damit beschreibt die Bibel die Hölle. Den Gott der Hölle! Der das Leben in eine Wüste verwandelt, in ein unfruchtbares Land, in dem auf Teufel komm raus verkauft wird, was nicht zu verkaufen ist. Das Leben selbst. In dem sich auf Teufel komm raus kaufen lässt, was nicht zu kaufen ist: Freude, Glück, Stille – Zufriedenheit und ein sich selbst feierndes Erleben in all seinen Dimensionen.

Die Monokultivierung der Welt entspringt einem Geist, der neben sich nichts anderes mehr gelten lässt. Sie entspringt einem Geist, der nicht bereit ist, im Leben anzukommen. Weil das Leben ihn wandeln würde. – In uns hat sich eine geistige Monokultur ausgebreitet der wir, ohne es wirklich erkannt und verstanden zu haben, bereits zum Opfer gefallen sind. Weswegen wir diese Welt für normal halten und uns ihrem Diktat beugen. Das ist es, was erkannt werden muss, bevor es zur Erlösung kommen kann. Weil sich das Leben selbst nicht leugnen kann, weshalb es sich unablässig selbst empfängt. Allein die Verwirklichung dieses Empfangs bringt Dich vor den wahnhaften Einflüsterungen dieser Welt in Sicherheit.

© Daniel Herbst