Atem des Absoluten

Ein verhungernder Mensch
ist nicht an Nahrung „interessiert“,
noch ist ein Ertrinkender
an Luft „interessiert“.

 Für jemanden, der sich nach Befreiung
sehnt,
ist Selbsterkenntnis kein Interesse.
Sie ist unerlässlich.

Der „Masterkey“

Ich spüre einfach, dass es etwas Tieferes geben muss, das unabhängig von allen Stimmungen ist und von allem, was passiert!

Es gibt eine Zufriedenheit, die in keiner Weise vom oberflächlichen Spiel im Verstand, den Emotionen oder irgendeiner Empfindung, egal wie fein oder grob, betroffen ist. Diese Zufriedenheit ist nicht „über“ etwas Bestimmtes und deshalb ist es unmöglich, darüber Gewalt zu haben. Sie ist Selbst-zufrieden, Selbst-leuchtend, Selbst-erfüllt. In der Glückseligkeit ihrer eigenen Existenz versunken, greift sie nicht nach dem „anderen“, um sich selbst zu erfüllen.

Aus dieser Zufriedenheit erscheint und spielt das gesamte Universum. Teil des Spiels ist die Unzufriedenheit, die du aufgrund der flüchtigen Beschaffenheit des ego-basierten Vergnügens verspürst, des ständigen Wechsels von emotionalen Hochs und Tiefs, diesem unbeständigen Reich der in Beziehung stehenden Gegensätze ebenso, wie der Phänomene selbst.

Jeder hat dann und wann Frieden erfahren, aber er ist nie geblieben. Während man als Entität identifiziert ist, das diesen vorübergehenden Zuständen unterliegt, gibt es eine deutliche Vorliebe für Zustände, die als Frieden und Glück erfahren werden und eine Vermeidung solcher, die nicht so angenehm sind, weißt du?

Wir bringen so viel Energie auf, das Rad des positiven Denkens, der Selbstentwicklung, des Selbstverstehens, der Selbstverbesserung am Laufen zu halten und glauben, durch all die Anstrengungen ein beständiges Reich der Freude erreichen und bewahren zu können. Es bedarf erheblicher Ressourcen des Körpers und des Verstandes, den Schwung beizubehalten. Und wenn du dich nur für kurze Zeit ausruhst, fängt es an, sich zurück zu entwickeln und du bist gezwungen, es wieder aufzunehmen und voranzutreiben. So drehst es sich immer weiter im Kreis umher. Mit deiner Vorstellung ständig auf einen imaginären Punkt in der Zukunft gerichtet oder einem Ideal im Kopf, wo das alles Enden wird; beides ist unmöglich zu erreichen.

Derjenige, der das Rad am Laufen hält, der praktiziert und sich verbessert, der manchmal enthusiastisch ist und manchmal nicht, der manchmal sehr glücklich und positiv dem Leben gegenüber und sich manchmal depressiv oder sogar selbstmordgefährdet fühlt; denjenigen würde ich gerne treffen. Denjenigen, der sich nach einer tieferen Ebene von Zufriedenheit sehnt, den Sucher des von Kummer unberührten Glücks, lass uns denjenigen treffen, heute noch! Denjenigen, der sagt: „Trotz der vielen Jahre des Übens habe ich den Zustand des mühlelosen Gleichgewichts nicht erreicht.“ Kannst du denjenigen finden?

Diese Frage ist der „Masterkey“!


Wieder hat uns der Noumenon-Verlag durch das Übersetzen von Daniel Herbst ein sehr schönes Buch zur Verfügung gestellt. Ohne Daniel Herbst und seinen Noumenon-Verlag würde uns viel Kostbares entgehen. Deshalb erneut und immer wieder: Danke!
Nach der Inhaltsangabe:
“Du musst nicht verstehen.
Etwas geht tiefer
als das gewöhnliche Verstehen.
Das ist die Gegenwart der Gnade selbst.
Niemand kann Gnade verstehen.
….”
Dieses Buch atmet für mich Stille. Mooji führt in großer Klarheit immer wieder zurück auf das Wesentliche. Eine schöne Wanderung von Kapitel zu Kapitel, mit häufig vorangestellten Zitaten, die selbst Kostbarkeiten sind.
Mich hat das Buch tiefer in das geführt, was immer ist.
Danke.

Traude

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Noumenon Verlag
Lornsenstraße 14

22767 Hamburg

Anfragen: info@noumenon-verlag.de
nicole-paskow@noumenon-verlag.de

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Samstag: 10 Uhr – 13 Uhr

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