H.W.L. Poonja

Leo Hartong
Der Gesang des Seins-Cover

Hari Wansh Lal Poonja lebte zwischen 1910 und 1997. Er ist besser unter dem Namen „Papaji“ bekannt, wie ihn seine Schüler nannten. Als indischer Vertreter der Advaita löste er eine Welle des Interesses dafür aus, als er behauptete, dass Erleuchtung ohne Anstrengung für jeden Menschen möglich wäre.

Er selbst war Schüler des legendären Ramana Maharshi. Nachdem sich Poonja für seine spirituelle Praxis auf den Berg Arunachala zurückgezogen hatte, erfuhr er eines Tages darin eine Stagnation und wandte sich an seinen Guru. Ramana Maharshi sagte ihm, dass alle weiteren Bemühungen fruchtlos seien, denn er wäre schon am Ziel.

Das, was jenseits von Visionen (von denen Poonja viele hatte) sei, unveränderlich und jenseits der Götter, sei das Selbst. In diesem Moment habe er seinen Guru gehört, dessen Worte realisiert und sei zu plötzlicher Erleuchtung gekommen, so berichtete er. Diese Worte seines Meisters wurden damit auch zum Kern seiner eigenen Lehre, die er an zahlreiche Schüler vermittelte.

Er betonte insbesondere die Unberührtheit und Unveränderlichkeit des ‚Selbst‘ im Zusammenhang mit der relativen Persönlichkeit und forderte seine Besucher auf, den Standpunkt ihres relativen Ichs mit dem des universellen Seins zu tauschen. Dafür sei es allerdings unerlässlich, den äußeren Verstand aufzugeben. Poonja sah in der Suche nach Erleuchtung gleichzeitig  ihre größte Verhinderung, da sie vom Egoverstand getragen sei und das Ego selbst dadurch gestärkt würde, anstatt sich zu erlösen. „Gib die Suche auf!“ kann als Motto seiner Lehre verstanden werden.

Im Noumenon-Verlag ist sein Buch „Der Gesang des Seins“ erschienen.

„Wie kann man Freude an einer Sache empfinden, wenn man Angst in sich trägt? Nur die Vereinigung mit deiner eigenen Freiheit, mit deinem eigenen Selbst ist eine Verbindung, die niemals gelöst wird. Nur wenige Menschen werden eine solche Verbindung eingehen. Und diese Verbindung kann nur stattfinden, nachdem die Welt der Objekte zu Asche verbrannt ist. Dann wird Nataraj auf den Trümmern der zerstörten Welt tanzen. Dann ist Samsara (die weltliche Illusion) vorbei. Dann ist alles vergangen und das Selbst verwirklicht.“ H.W.L.Poonja

Adresse

Noumenon Verlag
Lornsenstraße 14
22767 Hamburg

Öffnungszeiten

Montag - Freitag: 10Uhr – 15Uhr

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